Digitale Visitenkarte: QR-Code, NFC oder App – was passt?
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Digitale Visitenkarten lassen sich auf drei Wegen übergeben. Keiner ist in allen Situationen der beste.
QR-Code
Vorteile: Die Kamera aktueller iPhones und der meisten Android-Geräte liest QR-Codes, es ist keine App und keine zusätzliche Hardware nötig. Der Code lässt sich drucken, aufkleben und in Dokumente einbetten. Er kostet praktisch nichts.
Nachteile: Der Empfänger braucht Sichtkontakt zum Code. Schlechter Druck, Spiegelungen oder zu geringer Kontrast erschweren das Scannen.
NFC-Chip
Vorteile: Antippen genügt, ein Code muss nicht anvisiert werden. Neuere iPhones und die meisten Android-Geräte lesen NFC-Tags ohne App.
Nachteile: Der Chip (gebräuchlich sind Typen wie NTAG213) ist zusätzliche Hardware, die gekauft und beschrieben werden muss. Nicht jedes ältere Gerät liest ihn, bei Android muss NFC aktiviert sein. Metall in der Nähe stört die Funkverbindung, sofern der Chip nicht dafür ausgelegt ist.
App
Vorteile: Funktionsreiche Oberflächen, Kontaktverwaltung, Synchronisierung.
Nachteile: Meist müssen beide Seiten eine App installieren oder zumindest ein Konto anlegen. Das ist die höchste Hürde im Gespräch.
Was ein Link kann, kann beides
QR-Code und NFC-Chip sind nur Träger. Beide können denselben Link enthalten. Wer einen dauerhaften Link hat, kann ihn als QR-Aufkleber auf das Handy kleben und zusätzlich auf einen NFC-Tag schreiben. Der Inhalt hinter dem Link bleibt änderbar.
Empfehlung
- Für den Einstieg und für Druckprodukte: QR-Code. Er funktioniert überall.
- Für Messestand oder Empfang, wo Antippen praktischer ist: zusätzlich NFC auf demselben Link.
- Eine App nur, wenn alle Beteiligten ohnehin dieselbe nutzen, etwa intern im Unternehmen.